Wirklich keinen Gefallen hat uns und sich die Baumarkt Kette Toom mit der neuen Kampage gemacht. Toom findet dort “Ohne Scheiß”, dass ein Loch ein Loch sei und kein Projekt – und greift damit Hornbach frontal an. Die direkten Reaktionen der Werbebranche bleiben da nicht aus. Die nachhaltig negativen Reaktionen der Kunden, die sich durch das Hin und Her von Toom und die aggressive Kampagne in diesem Baumarkt nicht mehr wohl fühlen wird dabei wesentlich problematischer.
Was ist passiert? Toom hatte sich in der Vergangenheit mit einem auf Farben und Dekoartikel spezialisierten Sortiment die Baumarkt-untypische Nische der weiblichen Kunden gesucht. Nur leider blieben die Kundinnen und somit der Erfolg der Nischenstrategie aus. Grund genug offensichtlich für das Toom Marketing eine kommunikative 180-Grad-Wendung zu machen und jetzt im Aggro-Style den Wettbewerb runter zu machen.
Neben der nicht gerade sensationellen kreativen Umsetzung lässt die Kampagne sehr tief in die gähnende Leere blicken, wo Toom eigentlich einen Markenkern haben sollte. Statt die Marke wie ein rohes Ei zu behandeln offenbart die Kampagne Zerrissenheit und nur scheinbar eine Positionierung. Zudem haben Aggressivität und direkte Konkurrenz in der Werbung noch nie gut funktioniert (wer ein positives Beispiel kennt, möge es bitte in den Kommentaren posten).
Gutes Karma durch seine Kunden erhält, wer glaubwürdig ist, wer authentisch aus dem Herzen des Unternehmens denkt, spricht und handelt. Gutes Karma durch seine Kunden und Wettbewerber erhält, wer auf Gewalt verzichtet.

