Märkte kennen keine Moral, so die bisherige Grundlage auf der Aktienhändler und Börsenspekulanten ihre Portfolios mit allerhand fragwürdigen Titeln gefüllt haben. Die Financial Times Deutschland hat dazu jetzt einen Artikel veröffentlicht, der das Thema Moral und Markt beleuchtet.
FTD vom 09.01.2010 – Tugend, Zaster, Laster
Demnach versprächen gerade die “unmoralischen” Anlagen hohe Renditen. Was die FTD dann so “sündig” nennt führt den Artikel und mit ihm den Leser in die völlig falsche Richtung. Verwerflich ist da die Anlage in Alkohol wie die Carlsberg Brauerei oder in nackte Haut bei Beate Uhse. Mit einem Augenzwinkern spricht die FTD von den kleinen Sünden den Menschen, über die sich die Moralisten mal nicht so echauffieren sollen.
Was die FTD (wohl aus gutem Grund) völlig weglässt sind die menschenverachtenden Spekulationen mit lebensnotwendigen Nahrungsmitteln oder Saatgut. Jeden Tag fordert die Gier der Anleger die Leben der Menschen, die sich die Lebensmittel bzw. das Saatgut nicht leisten können. Da werden Profite mit dem Unglück von Menschen gemacht, die keine Chance haben.
Das, liebe FTD ist wirklich böse!!
Sehr geehrter Heiner Weigand,
vielen Dank für Ihren Beitrag.
Das Kommunikationsmittel des Wirtschaftssystems ist leider nicht die Moral, sondern das Geld. Moral kann von der Wirtschaft nur verarbeitet werden, wenn mit dieser Profite einhergehen. Und an diesem Punkt sind ebenso die Konsumenten und die politischen Institutionen als Wirtschaftssubjekte gefragt.
Machen Sie weiter so!
Ihr Börsenphilosoph